Osnabrück bleibt „Fairtrade-Stadt“ – viele tolle Aktionen rund um die Faire Woche
Foto: Marketing Osnabrück, Lars Hellmann
Die Stadt Osnabrück hat für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“ verliehen bekommen
Seit der erstmaligen Auszeichnung im Jahr 2010 baut die Kommune ihr Engagement im Bereich des fairen Handels stetig aus. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter freut sich über die Verlängerung des Titels: „Dass die Auszeichnung erneut für zwei Jahre bestätigt wurde, ist ein schönes Zeugnis dafür, wie stark der faire Handel in Osnabrück verankert ist.“
Die Titelverlängerung erfolgte in diesem Jahr pünktlich zur Fairen Woche, der größten Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland, in der sich bundesweit tausende Menschen mit vielfältigen Angeboten für faire Produktionsbedingungen und die Achtung von Menschenrechten einsetzen. In Osnabrück hat die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town, der Vertreter aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft angehören, zuletzt verschiedene Aktionen organisiert, mit denen sie auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht und entscheidend zur Titelerneuerung beigetragen hat: Das bereits fünfte faire Fußballturnier war ein voller Erfolg – insgesamt haben 11 Jungenmannschaften und 7 Mädchenteams der weiterführenden Osnabrücker Schulen ein Zeichen für globales Fairplay gesetzt. Außerdem gab es im Rahmen der Fairtrade-Schüler*innenakademie, die Mitte September in der Lagerhalle Osnabrück durchgeführt wurde, ein abwechslungsreiches Programm mit interaktiven Workshops rund um den fairen Handel und globales Lernen mit Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrkräften aus NRW und Niedersachsen. Darüber hinaus können Feinschmecker seit dem Start der Fairen Woche eine neue fair produzierte Stadtschokolade in der Tourist Info sowie im Osnabrücker Weltladen kaufen. Das Design der Schokoladenverpackung wurde von Schülerinnen und Schülern der Ursulaschule zum Motto „Osnabrück fair-nascht“ entworfen.
„Es ist schön zu sehen, wie lokale Akteure aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft hier eng zusammenarbeiten. Wir setzen uns in Osnabrück weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern und sichtbarer zu machen“, so Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet auch die Fördermittelzusage zum Projekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ der Stadtverwaltung Osnabrück. Bis Anfang 2028 werden im Rahmen des Projektes unter anderem strukturelle Maßnahmen zur öko-sozialen Beschaffung in der Verwaltung umgesetzt und die Zusammenarbeit lokaler Akteure gestärkt.
Für die Wiederauszeichnung durch den gemeinnützigen Verein Fairtrade Deutschland e.V. musste die Stadt nachweislich fünf Kriterien erfüllen: Im Rathaus wird fair gehandelter Kaffee oder Tee ausgeschenkt, der Rat der Stadt Osnabrück hat die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss festgehalten, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Fairtrade-Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet die Stadt mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag.