Spaß und Fairplay beim 5. Fair Trade Fußball-Cup 2026
Bilder: Simon Vonstein / Hubert Hoffmann
18 Schulmannschaften spielen um den Fair-Trade-Fußball-Cup
Mit dem Fußballturnier wurde ein Zeichen für globales Fairplay gesetzt. Erstmalig fand in diesem Jahr ein Mädchen- und ein Jungenturnier im parallelen Spielmodus statt. 11 Jungenmannschaften und 7 Mädchenteams der weiterführenden Osnabrücker Schulen nahmen teil. Bei den Mädchen siegte das Team der Gesamtschule Schinkel, bei den Jungen die Mannschaft der Erich-Maria-Remarque-Oberschule. Neben Urkunden und Pokalen erhielten die siegreichen Teams auch Einladungen zu einem Heimspiel des VfL Osnabrück.
Die Produktion von Sportbällen, ob im Fußball, Volleyball oder Handball, geschieht meist unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und zu niedrigen Löhnen, vor allem in Pakistan. Laut Fairtrade Deutschland arbeiten in der pakistanischen Stadt Sialkot etwa 60.000 Menschen in der Fußballproduktion. Um davon leben zu können, arbeiten viele Näherinnen und Näher auch am Wochenende, ohne Arbeitsschutz in „Heimarbeit“. Die Gehälter erreichen oft kein existenzsicherndes Niveau. Dies führt dazu, dass auch viele Kinder arbeiten, um das Familien-Einkommen zu steigern. Fair-Handels-Initiativen sichern den Arbeitnehmenden in Pakistan bessere Arbeitsbedingungen und Mindestlöhne. Zusätzlich fließen Instrumente wie Prämien direkt an die Beschäftigten, die damit Gesundheitsangebote, Transporte oder Projekte vor Ort finanzieren. Die sozialen Standards im fairen Handel fördern außerdem Geschlechtergerechtigkeit und schützen Frauen gezielt vor Diskriminierung.
Neben den Spielen gab es auch in diesem Jahr ein vielfältiges Rahmenprogramm: Wer nicht gerade mit seinem Team um den Titel spielte, konnte seine Fähigkeiten beim Torwandschießen, Fußball-Parcours auf Zeit, Schussgeschwindigkeitsmessungen und Balljonglieren unter Beweis stellen.
18 Mädchen- beziehungsweise Jungenteams aus den Schulen der Stadt Osnabrück, die für Fairtrade spielen – eine deutliche Profilierung der Fairtrade-Stadt Osnabrück.